Wie alles begann

Rio mit 4 Wochen bei unserem ersten Besuch

Wir wollten beide eigentlich schon immer einen Hund, es war nur über viele Jahre hinweg nicht klar, wie das Projekt eigener Hund mit Arbeit, Freizeit, Reisen in Einklang zu bringen wäre. Im Laufe der Zeit wurde klarer, dass Freizeit und Reisen angepasst werden können, nur das Thema Arbeit war noch nicht vom Tisch.

Dann kam die Corona-Pandemie und uns bot sich die einmalige Möglichkeit, uns einen Hund zuzulegen und während der Welpenzeit zu betreuen ohne dafür wochenlang Urlaub nehmen zu müssen. Nach Absprache mit dem Chef („ja, der Hund darf zumindest anfangs natürlich mit ins Büro genommen werden, aber nur, wenn er sich benimmt und keine Kollegen stört“) war die Entscheidung gefallen. Auch, dass wir einen Pudel wollen, war schnell klar. Kluge, lernfähige und familiäre Tiere mit einem gewissen Will to please aber auch einem eigenen Kopf, das klang gut. Die Entscheidung zwischen Klein- und Großpudel wurde erst einmal vertagt (Zwerg- und Toypudel waren uns definitv zu klein). Nach einiger Recherche hatten wir eine nach Priorität geordnete Liste mit etwa 20 Züchtern, die wir anschreiben wollten. Die nach unseren Kriterien am besten passende Zucht war die „vom Kirschgarten“. Direkt nach unsere „Vorstellungs-Email“ im Juli 2020 erhielten wir von Birgit die Antwort, sie habe voraussichtlich im Herbst Welpen abzugeben, zu erwarten seien schwarze Großpudel. Jetzt musste es schnell gehen. Umzug in eine ruhigere und hundefreundlichere Wohnung war sowieso für Oktober geplant, ein erster Besuch bei Birgit, Georg und ihrem Pudelrudel war einfach toll und es war klar, da wollen wir einen haben. Als wir dann die Nachricht bekamen, dass Anfang September 7 kleine Pudelchen geboren worden waren, machten wir direkt den Welpenbesuchstermin aus (es war ja das erste Corona-Jahr, all zu häufige Besuche waren nicht möglich) und waren direkt schockverliebt in die kleinen Wusler. Obwohl seit Monaten klar war, dass unser Hund eine Hündin würde und Mila heißen würde, entschieden wir uns für den kleinen creme-farbenen Rüden und benannten ihn auch direkt um von „Raudi“ zu „Rio“.

Diese Wahl haben wir bis heute nicht bereut. Rio ist unser absoluter Herzenshund, eine Seele von Hund. Manchmal etwas eigenwillig und (mit 2,5 Jahren immer noch) ab und zu pubertär, aber einfach UNSER Hund. Schon bald wurde daher klar, dass er, wenn er sich dafür gesundheitlich eignet, seine Gene auch weitergeben soll. Als er ein Jahr alt war, haben wir also in Ingolstadt die entsprechenden Hüft-, Ellenbogen-, Knie- und Augenuntersuchungen machen und vom Zuchtverband EKU die Zuchttauglichkeit feststellen lassen. Zusätzlich haben wir die gängigen Erbkrankheiten durch Laboklin ausschließen lassen.

Rio mit Labradorhündin Penny

Ausstellungstitel hat er keine und wird er auch keine gewinnen. Beim Pudel ist dafür meist eine entsprechende „Ausstellungsschur“ vorgeschrieben und abgesehen davon, dass uns die klassischen Pudelschuren nicht gefallen, wollen wir ihm auch das stundenlange „still sitzen müssen“ nicht antun.

Für die Doodlezucht steht er zur Verfügung. Auch wenn es hier durchaus unterschiedliche Lager gibt, ist es Matthias als (ehemaligem) Genetiker wichtig, die genetische Vielfalt aufrecht zu erhalten und von daher ist rasseübergreifende Zucht sogar besser als die dauernde Auswahl bestimmter Merkmale innerhalb einer Rasse, die am Ende nur zu Inzucht und entsprechenden negativen Folgen führt. Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass wir Rassezucht mit Pudel-Damen nur dann machen, wenn sich die Linien beider Hunde über mindestens 5 Generationen (besser 10) nicht kreuzen! Mehr Informationen und Gedanken zu diesem Thema haben wir auf der Seite Doodlezucht zusammengestellt.